Beschreibung aller von der Stiftung geförderten Projekte

Stifungszweck Psychoakustik

Stand: laufendes Projekt; 2 Jahre (Januar 2018 bis Dezember 2019)
Die Reaktion der Menschen auf äußere Reize und deren Bewertung wird durch ihren emotionalen Zustand beeinflusst, der je nach sozialem und kulturellem Hintergrund, Alter, Stimmung, Persönlichkeit, Geisteszustand und anderen Faktoren unterschiedlich ist. Diese Forschung zielt auf die Analyse des menschlichen „äußeren“ emotionalen Geistes-/Körper-zustandes (d.h. Emotionen, die durch externe Faktoren beeinflusst werden).

Stand: laufendes Projekt; 2 Jahre (April 2018 bis März 2020)
Als Nachfolgestudie zu dem Projekt „Beyond the noise: Open Sources Soundscapes“, zielt dieses Projekt auf die Umsetzung der folgenden Ziele:
Erhöhung und Beibehaltung der Bürgerbeteiligung (Citizen Science Kommunikationskampagne)
weitere Erkundung identifizierter ruhiger Gebiete
Schaffung eines Rahmens für EU/US-Politik und bestenfalls für Lärmminderung und Soundscape-Planung
Entwicklung von Richtlinien und Verordnungen zur Städteplanung in Berlin

Stand: Kandidatensuche; Professur noch nicht aktiv, die Ruferteilung ist im Juni 2017 erfolgt. Für das Jahr 2019 wurde eine einjährige Gastprofessur eingerichtet.
Die Aufgaben des Fachgebietes der Professur sind die Untersuchung der psychologischen und physiologischen Wirkung von Schall (auch Infra- und Ultraschall) auf den Menschen, sowie die Entwicklung von technischen Möglichkeiten der Geräuschbekämpfung und persönlichen Gehörschutzmitteln, die auf elektronischen Verfahren basieren.

Stand: Vertrag unterzeichnet, die Auswahl der einzuladenden Kandidaten ist im Oktober 2017 erfolgt. Der Ruf wurde angenommen und die Professur hat im September 2018 begonnen. Dauer 5 Jahre.
Die Professur soll disziplin-übergreifende Forschungs- und Lehrangebote im Bereich der Umweltpsychologie anbieten, welche zum Beispiel das menschliche Geräuschempfinden betreffen. Besonderes Ziel dieser Professur ist es, das Feld der Psychologie mit dem Feld der Natur- und Ingenieurswissenschaften zu verknüpfen.

Stand: laufendes Projekt; 3 Jahre ( Dezember 2016 bis November 2019)
Das Forschungsprojektes der ASAsense hat sich zum Einen zum Ziel gesetzt, einen Rahmen für die Erstellung eines Standards (Soundlabel) für immersive Vermessung und Reproduktion von städtischen Geräuschkulissen im Kontext mit der menschlichen Wahrnehmung zu schaffen. Das zweite Ziel dieses Projektes ist es, den Einsatz von immersiven audiovisuellen Aufnahmen bei der Bewertung des perzeptuellen Einflusses von akustischen Interventions- und Planungsmaßnahmen zu demonstrieren. Hierfür werden mindestens 40 Messstandorte in den 10 ausgewählten Städten weltweit untersucht.

Stand: laufendes Projekt, Juni 2016 bis März 2020
Das Forschungsprojekt wird vom Institut für Technische Akustik der RWTH Aachen durchgeführt. Ziel der Forschung ist es, räumliche Wiedergabeverfahren zu entwickeln, die über die Verwendung von audio-visueller Technologie eine möglichst realitätsnahe Reproduktion von akustischen Szenarien zu Forschungszwecken ermöglicht. Die zu entwickelnde Technologie soll dabei möglichst interaktiv sowie individuell auf die Probanden einstellbar sein. Das Projekt ist auf 3 Jahre angelegt.

Stand: laufendes Projekt (Dauer 3 Jahre, März 2017 bis Februar 2020)
Dieses dreijährige Forschungsprojekt wird am Institut für Technische Akustik der RWTH Aachen durchgeführt, um eine Schnittstelle zwischen psychoakustischer Forschung und Schalldämpfung in Gebäuden zu schaffen. Es zielt darauf ab, eine Schnittstelle zwischen psychoakustischer Forschung und Schalldämmung in Gebäuden zu schaffen. Aufbauend auf bereits vorhandene Vorarbeiten, legt dieses Projekt den Schwerpunkt hauptsächlich auf Konstruktion und Bewertung eines effizienten Netzwerks von Filtern auf der Grundlage von Standard-Schallschutz-Metriken für die Berechnung von Transfer-Funktionen für komplexe Bauteile. Diese Filternetzwerke ermöglichen die Berechnung von Schallübertragungswegen von der bewegten Quelle zum Empfänger in komplexen Szenen für interaktiv variierende architektonische Strukturen als hilfreiches Werkzeug für die endgültige Auralisierungskette.

Stand: abgeschlossenes Projekt (August 2016 bis Juni 2018)
Untersuchungen in der Vergangenheit haben gezeigt, dass Hörexperimente zum Beispiel in Räumen von Schulen oder Kindergärten aus vielen Gründen nicht praktikabel sind. Auch andere Probandengruppen (ArbeiterInnen, ältere Personen) sind oft nur sehr schwer für psychoakustische Hörexperimente zur Lärmforschung zu gewinnen. Ziel diesesForschungsprojektes ist es daher, psychoakustische Experimente mit Probanden (z.B. Kinder oder Senioren) unkompliziert und vor Ort durchführen zu können. Zu diesem Zweck ist der Umbau eines Wohnwagens zu einem mobilen Hörversuchslabor durchgeführt worden.

Stand: laufendes Projekt (Dauer 01.03.2017 bis 28.02.2022)
Nach neuesten Erkenntnissen der Forschung ist es derzeit unklar, ob aktuell verwendete Mess- und Bewertungsverfahren, aufgrund physiologischer und psychologischer Unterschiede zu Erwachsenen, für Kinder überhaupt gültig und richtig sind. Daher beschäftigt sich dieses Forschungsprojekt der RWTH Aachen mit dem Versuch, eine fundierte Herangehensweise für die Messung, Analyse und Bewertung der Lärmexposition in Kindertagesstätten, Kindergärten und Grundschulen mit gehörrichtigen und kindgerechten Verfahren zu schaffen.

Stand: abgeschlossenes Projekt (Projektende Dezember 2017, kostenneutrale Verlängerung um sechs Monate zur Datenauswertung wurden bewilligt bis Ende Juni 2018)
Die HEAD-Genuit-Stiftung hat ein Stipendium zur Erforschung der Geräuschwahrnehmung an historischen Plätzen in Deutschland und Griechenland vergeben. Erforscht werden a) die Klanglandschaft in der Antike, b) die ursprüngliche Funktion der historischen Schauplätze aufgrund ihrer akustischen Beziehung zum Umfeld, sowie c) die Möglichkeiten zur Entwicklung neuer Formen psychoakustischer Soundscape-Studien, um Verbindungen zwischen der historischen Interpretation der Website und der klanglichen Erfahrung zeitgenössischer Besucher zu ermitteln.

Stand: laufendes Projekt (Schuljahr 2018/2019)
Der Gesundheitsladen München e. V. hat seit dem Schuljahr 2015/2016 ein Exemplar des Lärmkoffers des ALD in München. Die finanzielle Unterstützung der HEAD-Genuit-Stiftung dient der Umsetzung des Projektes durch Einsetzen von Fachkräften.


Die HEAD-Genuit-Stiftung unterstützt regelmäßig die jährlichen Best Paper Awards im EAA Young Acousticians Programm der European Acoustics Association mit Fördermitteln in Höhe von EUR 3.000. Die Mittel werden zur Vergabe von Preisen für herausragende, von Nachwuchswissenschaftlern auf Konferenzen der EAA vorgestellte Beiträge verwendet.

Unsere Stiftung fördert die Arbeit der Deutschen Gesellschaft für Akustik e.V. durch eine Mitgliedschaft in Höhe von EUR 957,00. Für das Folgejahr ist eine Fortführung der Unterstützung geplant.

Die Präsentation der eigenen Forschungsprojekte auf internationalen Fachtagungen und die Teilnahme an internationalen Konferenzen ist ein wichtiger Baustein in der wissenschaftlichen Karriere. Die HEAD-Genuit-Stiftung gewährt Reisestipendien zur aktiven Teilnahme von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Promovierenden im Bereich der Akustik- und Schmerzforschung an Kongressen im Ausland sowie Vortragsreisen ins Ausland. So wurden bisher Teilnahmen an den Tagungen „Aachener Akustik Colloquium 2017“, Acoustics `17 in Boston und der INTERNOISE 2017 in Hongkong in Höhe von EUR 3.713,75 unterstützt.

Der Europäische Wettbewerb “Sounds of my place” für Schulkinder, abgehalten im Rahmen der Veranstaltung “INAD 2017“ (International Noise Awareness Day), wird von der HEAD-Genuit-Stiftung mit € 1.000 gefördert. Kinder europäischer Länder sollen hier die Möglichkeit erhalten, mehr Sensibilisierung für die Klänge und Geräusche zu schaffen, die unsere Landschaften und Klanglandschaften in Europa charakterisieren. Dies können entweder Alltagsgeräusche sein, die den Hintergrund unseres täglichen Lebens bilden, oder aber Wohlklänge bestimmter Orte, die bekannt gemacht und erhalten werden sollen.


Anlässlich des „International Noise Awareness Day 2017“ hat die Stiftung mehrere kleine Workshops für Kinder mit dem Titel „Lärmdetektive – Dem Schall auf der Spur“, sowie den Druck einer Infobroschüre „Lärm im Alltag“ gefördert.

Stiftungszweck Arachnopathie & Schmerzforschung

Stand: abgeschlossenes Projekt (Oktober 2016 bis Oktober 2018). Unser Vorstand hat die Förderung einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Osteopathische Medizin bewilligt. Die Studie erforscht den genaueren Zusammenhang zwischen Vegetativem und Zentralem Nervensystem im Hinblick auf die Möglichkeit, körpereigene Frequenzen im vegetativen Nervensystem gezielt zu beeinflussen. Die Erkenntnisse der Studie sollen Schmerztherapeuten die Linderung von Krankheitssymptomen durch die gezielte Einflussnahme auf das Vegetative Nervensystem ihrer Patienten ermöglichen, und darüber hinaus auch der Forschung der Psychoakustik dienen, die sich mit der Gestaltung einer für den Menschen als angenehm und stressfrei empfundenen Umwelt befasst.

Stand: abgeschlossenes Projekt, (Juli 2017 bis Juni 2019). Angesichts des zukünftigen demographischen Wandels mit zunehmender Überalterung der Gesellschaft ist mit einem Anstieg von Schmerzerkrankungen zu rechnen. Da oft jedoch mehrere Jahre vergehen, bis eine spezifische schmerzmedizinische Behandlung erfolgt, wird eine Schmerz Chronifizierung begünstigt oder sogar verursacht. Das in der Medizin heute vorherrschende reduktionistische Verständnis des chronischen Schmerzes berücksichtig jedoch nicht, dass chronische Schmerzen zumeist nicht immer am Körper lokalisiert werden können, was eine klare Definition und Therapie des Schmerzes erschwert. Daher versucht dies Studie, nach der Möglichkeit eines konstruktivem Verhältnisses zum chronischen Schmerz zu fragen und die weitere Entwicklung neuer Schmerzmodelle und Strategien zur Schmerzbewältigung herauszuarbeiten. Hierdurch soll indirekt ein Beitrag zu einer besseren Schmerzversorgung im Gesundheitswesen geleistet werden.

Stand: fortlaufendes Projekt. Bezuschussung von Seminaren zum Thema „Mit chronischen Schmerzen leben“ für Ärztinnen/Ärzte, medizinisches Fachpersonal, Ehrenamtliche und Selbsthilfegruppen. Die Seminare werden von verschiedenen Institutionen und Einrichtungen veranstaltet und durchgeführt. Ziel ist es, neue Sichtweisen und Gesprächsformen für den Umgang mit Schmerzpatienten zu entwickeln. Besondere Fragestellung hierbei ist, wie man dem Schmerzpatienten zuhören und ihn ermutigen kann, mit seinem Schmerz umzugehen und seine Gefühle und Energien zu pflegen, ohne als Betreuer oder Arzt eigene Ressourcen anzugreifen oder den Patienten nicht mehr als Individuum wahrzunehmen.

Stand: bewilligt, Dauer 2 Jahre ( Juli 2019 bis Juni 2021). Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Folgeprojekt zu Punkt 2 „Neue Perspektiven auf den chronischen Schmerz“. Mittels einer umfassenden Analyse des Zusammenhangs von Gesellschaft und chronischem Schmerz soll in diesem Projekt aufgearbeitet werden, warum der chronische Schmerz nicht gesellschaftstheoretisch behandelt wird.

Stand: bewilligt, Dauer ein bis zwei Jahre. Die HEAD-Genuit-Stiftung unterstütz hierbei finanziell die Vigdis Thompson Foundation bei der Entwicklung eines Datenregisters für weltweit rekrutierte Patienten mit allen Formen der Leptomeningopathien.

Bei der Arachnopathie handelt es sich um eine Erkrankung der Spinnengewebshaut, also der Haut, die die Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) umgibt. Ist diese Haut chronisch entzündet, kommt es zur Behinderung der Liquor Zirkulation und zur Bewegungseinschränkung der Nervenstränge. Diese Einschränkungen erzeugen chronische Schmerzen im unteren Rücken, sowie Kribbeln, Taubheit oder Schwäche in den Beinen. Da die Symptome beim Bandscheibenvorfall die gleichen sein können, kann es leicht zu einer Fehldiagnose kommen. Die Stiftung unterstützt Einzelfälle, deren Krankenkassen Behandlungskosten zur akuten Schmerzlinderung nicht übernehmen.

Oftmals werden Kosten für Hilfeleistungen, wie zum Beispiel die Installation eines dringend benötigten Hausnotrufs, oder ein Fahrzeugumbau zum Transport von elektrischen Rollstühlen zum Erhalt der Mobilität des Patienten, nicht von den Krankenkassen übernommen. Die HEAD-Genuit-Stiftung gewährt in Einzelfällen die Förderung derartigen Ausgaben, nach Rücksprache mit dem Antragsteller und dessen Krankenkasse. Erreicht werden soll eine Verbesserung der Lebensqualität für Patienten mit chronischer Arachnopathie.